Online-Therapie

In Deutschland wartet ein Patient im Durchschnitt 3 Monate und länger auf einen ersten Termin mit dem Psychotherapeuten. Das lange Warten auf Terminplätze beim Psychotherapeuten entwickelt sich oftmals zu einer harten Geduldsprobe. Kein Termin in Sicht und alleine gelassen mit seinen Sorgen und Problemen sucht der Klient nach einer geeigneten Alternative – der Online-Therapie!

Eine Online-Therapie kann bei einer Krise, einem Konflikt, bei psychischen Problemen oder bei anstehenden Entscheidungen beruflicher wie privater Natur helfen, die passende Lösung zu finden.

Bequem von zu Hause aus, oder wo auch immer sich der Klient aufhält, kann per Email / Skype der Kontakt mit dem Therapeuten aufgenommen werden, um sich die nötige Hilfe direkt zu holen.

Diese virtuelle Behandlung ist in Ländern wie Großbritannien, Schweden und den Niederlanden normaler Bestandteil des Gesundheitssystems und ermöglicht dem Klienten, sofort Hilfe zu bekommen.

 

Wie gut ist die Online-Therapie wirklich?

An der Universität Zürich haben Forscher im „Journal of Affective Disorders“ nun eine Studie veröffentlicht, welche aufweist, dass bei mittelschweren Depressionen die Online-Psychotherapie genauso gut wirkt, wie eine Therapie in der Praxis vor Ort. Auch Klienten, die unter  sozialen Angststörungen leiden, profitieren von dieser Therapieform, da sie ansonsten vielleicht keinen Therapeuten aufgesucht hätten.

Online-Therapien können aber nicht alles: Kriseninterventionen sind nicht möglich. Menschen mit schweren Depressionen, Psychosen oder akuten Suizidgedanken sind nach wie vor auf ambulante Hilfe oder Kliniken angewiesen und sollten diese auch in Anspruch nehmen.

Die Online-Therapie als ein zusätzliches Instrument, Menschen zu helfen, Probleme zu bewältigen hilft sogar mittelfristig, Rückfälle zu vermeiden. Durch die schnelle Erreichbarkeit und adäquate Betreuung kann die Rückfallquote gesenkt, und dem Klienten unmittelbar geholfen  werden.

Dabei ersetzt die Online-Therapie weder die konventionelle, sogenannte Face-to-face-Therapien, noch machen sie niedergelassenen Ärzten und Psychologen Konkurrenz, sondern sie bieten eine aussichtsreiche Ergänzung des Psychotherapieangebots.

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